150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Hallbergmoos: Ein Jubiläum, das Geschichte schreibt!

Kameradschaft, gigantische Lebensfreude und echte Gänsehautmomente. Was für unglaubliche Tage liegen da eigentlich hinter uns? Fünf Tage lang haben wir unsere große Feier mit einem ausgelassenen Jubliäums-Marathon auf dem Volksfestplatz gefeiert.

Hinter den Kulissen hieß das für uns alle vor allem eins: Ärmel hochkrempeln! Jeden Tag waren bis zu 70 Kameradinnen und Kameraden aus unserem Helfer-Team im Einsatz. Es wurde im Akkord gezapft, Burger gebaut, gespült und unzählige Bierbänke aufgebaut, damit ihr Platz nehmen und einfach nur genießen konntet. Seit 150 Jahren rücken wir an jedem einzelnen Tag im Jahr aus, um Leben zu retten. An diesem Wochenende haben wir aber bewiesen, dass wir nicht nur zusammen durchs Feuer gehen können. Wir können auch gemeinsam ein wunderbares Fest auf die Beine stellen!

Hier ist unser Rückblick auf ein Wochenende, das wir so schnell sicher nicht vergessen werden:

Mittwoch: Malleparty und Bierpongturnier zum Auftakt

Den Startschuss für unseren Feiermarathon gab der Mittwochabend. Bei unserer großen Malleparty haben wir das Zelt direkt auf Betriebstemperatur gebracht. Los ging es mit einem genialen Bierpongturnier, bei dem nicht nur Treffsicherheit, sondern auch ordentlich Stimmung gefragt war. Wer braucht schon den Ballermann, wenn man in Hallbergmoos so richtig abfeiern kann? Ein perfekter Auftakt mit DJ Rescuebass, der direkt Lust auf die nächsten Tage gemacht hat!

Fronleichnam: Faszination Technik zum Anfassen

Im Anschluss an den Fronleichnamsumzug, der uns direkt zum Festplatz führte, ging es weiter mit dem Tag der Hilfsorganisationen – ein Treffpunkt für alle Technikfans und Blaulicht-Begeisterten. Feuerwehren aus Nah und Fern, Polizei, THW, Sanitätsdienste und Suchhundestaffeln zeigten ihre Ausrüstung. 

Vom Löschroboter bis zur Polizeidrohne war alles da. Der absolute Publikumsmagnet war der detailgetreue Nachbau eines Eurofighters. Da haben nicht nur die Kinderaugen geleuchtet! Gefeiert wurde danach mit bester Stimmung mit der Band Monaco Ale.

Freitag: Megaparty im Zelt mit LaBrassBanda

Dieser Abend gehörte komplett der Musik. Schon unsere Vorband – die Jungs von Beppo, Jagge und Tom – gaben alles und heizten dem Zelt ordentlich ein. Danach brannte LaBrassBanda sprichwörtlich die Hütte ab. Wer die Band kennt, weiß ganz genau, dass es da keine Berührungsängste gibt. Mitten im Publikum wurde gemeinsam getanzt, gefeiert und geschwitzt. Ein absolutes Highlight für uns alle!

Samstag: Gemütlicher Weinabend und eine Tombola mit Herz

Nach der wilden Party vom Vortag ging es am Samstag beim Weinabend etwas gemütlicher zu. Endlich mal kurz durchschnaufen! Drinnen im Festzelt und draußen im Biergarten genossen wir gemeinsam mit euch ein paar richtig schöne Stunden. Der emotionale Höhepunkt des Abends war unsere Tombola. Als unsere Festmutter Manuela das Gewinnerlos für den Hauptgewinn zog, traf es mit Christoph – einen unserer Securities, der bisher bei Verlosungen immer leer ausging – genau den Richtigen. Er hat das ehemalige Dienstfahrzeug unseres Kommandanten gewonnen. Ein Moment, bei dem im Zelt wirklich alle mitgefiebert haben. Das Zelt war bis in die Abendstunden gut gefüllt und der Abend wurde sehr gut angenommen.

Festsonntag: Kaiserwetter, Traumkulisse und pure Kameradschaft

Unser persönliches Highlight war ganz eindeutig der Festsonntag. Der Blick während des Festgottesdienstes auf der Seebühne war unbeschreiblich schön. Das Ufer gesäumt von unzähligen Vereinen mit ihren Fahnen unter einem weiß und blauen Sommerhimmel. Was kann man sich mehr wünschen? Unterstützt von Pfarrer Thomas Gruber, Festmutter Manuela Ring, Fahnenmutter Inez Eckenbach-Henning, Festdamen und unseren Gastrednern war es ein sehr harmonischer Gottesdienst. 

Danach setzten wir uns als riesiger Festzug in Bewegung. Mit dem Spielmannszug und unserer historischen „Liesl“ aus dem Jahr 1923 voraus zogen wir in einem prächtigen Umzug durch den Ort  zum Festzelt. Dort wartete nicht nur ein wohlverdientes Festessen auf uns, sondern auch die Stimmungsband Zruck zu dir, die das Zelt noch einmal richtig zum Beben brachte. Besonders gefreut haben wir uns über den Besuch unserer Partnerwehren aus Attaching und dem österreichischen St. Veit an der Glan. Das hat uns wieder einmal gezeigt, dass wir eine große Familie sind.

Ein riesiges Dankeschön! Ohne euch wäre all das niemals möglich gewesen

Feedback aus der Wehr:

Im Gespräch: Richard Busl (1. Kommandant)

  • Frage: Richard, wie hast du den großen Festsonntag und das Feedback der Gäste wahrgenommen? Richard Busl: „Der Festsonntag war ein absolutes Highlight. Es war nicht mal ein einzelnes Ereignis, sondern das perfekte Zusammenspiel von allem. Wenn dir befreundete Wehren bescheinigen, dass sie noch nie einen derart top organisierten Sonntag gesehen haben, erfüllt einen das schon mit enormem Stolz. Da hat einfach alles gepasst.“
  • Frage: Gab es für dich Momente, die dir besonders unter die Haut gingen? Richard Busl: „Für mich persönlich gab es extrem berührende Momente. Wenn man sieht, wie die Truppe trotz der massiven Arbeitsbelastung im Vorbeigehen noch abklatscht, ist das einfach überragend. Dieses starke Wir-Gefühl war mein absolutes Highlight. Aber auch der Rückhalt, der in den persönlichen Worten beim Gottesdienst zum Ausdruck kam, hat richtig gutgetan.“
  • Frage: Welche Bilder oder visuellen Eindrücke nimmst du aus dem Wochenende mit? Richard Busl: „Ein Wahnsinnsmoment war der Anblick von der Seebühne auf das Fahnenmeer und die Menschenmasse. Genauso beeindruckend war es, bei der Geschenkübergabe von der Bühne ins Zelt zu blicken und diese gewaltige Stimmung aufzusaugen. Solche Eindrücke tun einfach unglaublich gut.“
  • Frage: Fandest du bei all der Verantwortung auch Zeit, das Fest selbst zu genießen? Richard Busl: „Mit der Zeit fiel die ganze Anspannung dann Stück für Stück von uns ab und es ging nahtlos ins Feiern über. Da haben wir es dann selbst richtig krachen lassen.“
  • Frage: Was möchtest du abschließend zu deiner Mannschaft und den Helfern sagen? Richard Busl: „Ich empfinde einen riesigen Stolz, Kommandant dieser Truppe zu sein – für mich die allerbeste, die es gibt. Mein tiefster Respekt gilt dem Einsatz aller, ausdrücklich auch unseren Partnern. Sie stecken nicht nur das ganze Jahr über oft zurück, sondern haben hier auch noch kräftig mitangepackt. Jeder hat ohne zu murren geholfen, selbst beim Spülen im Hintergrund, anstatt sich nur die angenehmen Aufgaben herauszusuchen. Einfach die beste Mannschaft der Welt!“

Im Gespräch: Thomas Henning (1. Vereinsvorstand)

  • Frage: Thomas, was waren für dich die herausragenden Programm-Highlights des Jubiläums? Thomas Henning: „Der Gottesdienst am Sonntag war für mich das absolute Nonplusultra. Allein der Blick von der Seebühne auf die ganzen Feuerwehrler war überwältigend. Was die Partystimmung angeht, hat LaBrassBanda natürlich alles abgerissen. Aber eigentlich war jeder Moment ein Erfolg: Selbst beim Weinfest waren wir völlig überrascht, wie viele Leute drinnen und draußen gefeiert haben.“
  • Frage: Wie fällt deine organisatorische Bilanz aus Sicht des Vereinsvorstands aus? Thomas Henning: „Ich ziehe eine absolut positive Bilanz, besonders was das Team angeht. Wir hatten täglich etwa 70 Helfer im Einsatz, und alles lief reibungslos und absolut freundschaftlich ab. Es gab kein böses Blut, jeder hat mit angepackt. Diese Mannschaft begeistert mich einfach.“
  • Frage: Welcher emotionale Moment hat dich am meisten berührt? Thomas Henning: „Besonders berührt haben mich die Reden, vor allem die von unserer Festmutter Manuela. Zu sehen, mit welcher Leidenschaft und mit welch strahlenden Augen sie in ihrem Amt aufgegangen ist, war ein echtes Highlight.“
  • Frage: Auch Kameraden von außerhalb waren stark vertreten. Wie hast du das Zusammenspiel erlebt? Thomas Henning: „Hervorheben möchte ich auch unsere Partnerwehr und die Kameraden aus St. Veit, die nicht nur jeden Tag mitgefeiert, sondern sogar tatkräftig mitgeholfen haben. Das war phänomenal! Sie sind mit einem Lächeln abgereist – da spürt man einfach, dass wir eine große Familie sind.“
  • Frage: Was ist dein Fazit zur Einsatzbereitschaft aller Beteiligten? Thomas Henning: „Es macht mich unheimlich stolz, wie sich hier jeder Einzelne für unser Fest zerrissen hat. Das blinde Verständnis und die sofortige Hilfsbereitschaft untereinander waren der Wahnsinn. Es wurde nicht lange diskutiert, sondern direkt gehandelt. Davor ziehe ich meinen Hut.“

Ein solches Megaprojekt stemmt sich nicht von allein. Wir sind einfach nur wahnsinnig stolz auf unsere Mannschaft und den unglaublichen Zusammenhalt. Unser größter Dank gilt aber nicht nur unseren aktiven Mitgliedern, sondern euch allen:

  • Danke an alle Helferinnen und Helfer: An unsere Partner, Familien und Freunde, die unermüdlich gespült, gezapft und geschuftet haben, ohne zu murren und immer mit einem Lächeln auf den Lippen.
  • Danke an unsere Sponsoren und Unterstützer: Ohne eure großzügige Hilfe wäre dieses Fest schlichtweg nicht realisierbar gewesen.
  • Danke an alle Gastvereine und Hilfsorganisationen: Dafür, dass ihr unser Fest mit eurer Anwesenheit bereichert und unsere tolle Gemeinschaft sichtbar gemacht habt.
  • Und vor allem Danke an alle Besucherinnen und Besucher: Ihr habt mit uns gelacht, getanzt und gefeiert. Euer Applaus und euer Zuspruch sind der allerschönste Lohn für unser Ehrenamt.

Es war uns ein unglaubliches Fest! Auf die nächsten 150 Jahre Zusammenhalt, Kameradschaft und Sicherheit in Hallbergmoos.

Eure Freiwillige Feuerwehr Hallbergmoos

Veröffentlicht am: 14 Juni 2026/Letzte Änderung: 15 Juni 2026/Kategorien: Allgemein, Beiträge, News/

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